Tag 1 – Ankunft in Auschwitz
Am ersten Tag der Reise und der Ankunft in Auschwitz, wurden die Schüler*innen durch das Stammlager „Auschwitz 1“ geführt – ein Ort, der still macht und gleichzeitig so viel erzählt.
Der Besuch dieses Ortes liegt zwischen Geschichte, Verantwortung und dem Versuch zu begreifen, was eigentlich nicht begreifbar ist.
Am Abend gab es dann noch eine Likrat-Begegnungen – Gespräche, die Raum offnen, Fragen zulassen und Perspektiven verschieben.
Ein intensiver Start.
Tag 2 – March of the living
Am Vormittag fand der Gedenkmarsch in Auschwitz statt. Wir sind gemeinsam über das Gelände gegangen, entlang zentraler Orte des Lagers, und haben uns dabei mit den historischen Abläufen und Dimensionen der Verbrechen auseinandergesetzt.
Im Anschluss folgte ein Zeitzeug_innengespräch hinter der sogenannten Sauna – einem Ort, an dem ankommende Häftlinge registriert, selektiert und ihrer persönlichen Gegenstände beraubt wurden. Dort sprach Eva Umlauf, die als Kind Auschwitz überlebt hat. Sie erzählte von der Deportation ihrer Familie, den Bedingungen im Lager und ihrem späteren Leben nach der Befreiung.
Das Gesprach hat den historischen Ort um eine persönliche Perspektive ergänzt und deutlich gemacht, wie eng individuelle Biografien mit den strukturellen Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden sind.
Gleichzeitig wurde sichtbar, welche Bedeutung Zeitzeug*innenberichte heute noch für das Verständnis und die Vermittlung dieser Geschichte haben.
Tag 3 – Stadtführung durch Krakau und Besuch einer Synagoge
Zum Abschluss haben wir gemeinsam die jüdische Altstadt Kazimierz erkundet – ein Ort voller Geschichte, Brüche und Erinnerungen, aber auch ein Raum, in dem jüdisches Leben heute wieder sichtbar und lebendig ist.
Zwischen Synagogen, kleinen Gassen und Geschichten wurde spürbar, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen.
Den Tag haben wir mit einem berührenden Kantorenkonzert von Shmuel Barzilai ausklingen lassen.
– ein Moment, der gezeigt hat, was es heißt, jüdisches Leben nicht nur zu erinnern, sondern zu feiern: in Musik, Gemeinschaft und gelebter Tradition.
Danke an alle, die dabei waren, die zugehört, mitgedacht, diskutiert und diesen Raum mit Leben gefüllt haben.
Danke, dass ihr MoRaH 2026 zu dem gemacht habt, was es war.




















